04.06.2008

Herzinfarkt und Schlaganfall vorbeugen

Beim Frauenkreis der evangelischen Kirchengemeinde Gambach informierte Dr. Rothkegel am 9. Mai in einer Abendveranstaltung über typische Symptome und Präventivmaßnahmen bezüglich Herzinfarkt und Schlaganfall.

Wo liegen die Ursachen von hohem Blutdruck, wann spricht man von Hypertonie, wie kann man vorbeugen? Gefäßkrankheiten, die damit normalerweise einhergehen, waren auch Thema des Vortrages. Er stellte den Zusammenhang zu Entzündungen dar, die aufgrund überhöhten Blutdrucks entstehen, wenn die empfindlichen Gefäßinnenwände in Mitleidenschaft geraten. Bei Nichtbehandlung solcher Entzündungen kann es zu Augen- oder Nierenschäden kommen. Auch ein Schlaganfall ist mitunter die Folge.

Die beste Vorbeugung liege im eigenen Verhalten und darin, die Betroffenen optimal zu beraten und individuell zu behandeln. Für die medikamentöse Behandlung seien sonstige Erkrankungen bedeutend. Sie wirkten sich auf das weitere Vorgehen aus, erläuterte Dr. Rothkegel. Er stellte die aktuell gängigen blutdrucksenkenden Mittel vor und sprach über ihre Entwicklungsgeschichte. Eine achtstündige Wirkung leisten Calciumantagonisten, eine 24-stündige die Sartane.

Dr. Rothkegel ging auf die spezifischen Fragen der fast vollzählig erschienen Damen des Frauenkreises ein. Wie erkenne man einen Schlaganfall, was solle man im Falle eines Falles tun, wollte eine Teilnehmerin wissen. Typisch sei eine Halbseitenlähmung, aber es könne auch andere Anzeichen geben, war die Antwort. Man solle sofort den Notarzt rufen, der den Patienten im besten Fall direkt in eine Schlaganfallspezialstation begleitet. Die nächstgelegene, so genannte Stoke Unit ist in Bad Salzhausen.

Ein Herzinfarkt mache sich in der Regel mit einem Vernichtungsschmerz bemerkbar, referierte Dr. Rothkegel. Auch hier komme es auf jede Minute an. Angehörige dürften nicht zögern, den Notarzt zu rufen. Dieser veranlasse die Einweisung in eine speziell ausgerichtete Klinik, z.B. die Kerckhoffklinik in Bad Nauheim.

Nach überstandenem Schlaganfall oder Herzinfarkt sei es wichtig, die individuellen Risikofaktoren auszuschalten, z.B. Bluthochdruck oder Stress. Ein eventuell vorhandener Diabetes müsse optimal behandelt werden. Der Referent appellierte an alle Anwesenden, bereits vorbeugend auf eine gesunde Ernährung und ausreichende Bewegung zu achten. Risikofaktoren wie beispielsweise Übergewicht oder Rauchen sollten sie vermeiden. Darüber hinaus wies Dr. Rothkegel auf unbeeinflussbare Faktoren hin und nannte als Beispiele das Alter und Herzinfarkte bei nahen Verwandten.

Bereits heute leidet jeder zweite Deutsche über 50 Jahre an Bluthochdruck, gab er zu bedenken. Dr. Rothkegel appellierte an die Zuhörerinnen, ihrer Gesundheit oberste Priorität einzuräumen und Erkrankungen durch Aktivität entgegenzutreten.