30.06.2009

Schlafapnoescreening

Seit Februar 2009 werden in unserer Praxis Patienten auf das Schlaf-Apnoe-Syndrom untersucht. Das Screening erfolgt mit einem modernen Recorder ambulant, sozusagen im eigenen Bett und ist eine Leistung der gesetzlichen und privaten Kassen. Falls etwas nicht in Ordnung sein sollte - ein pathologischer Befund erhoben wird, überweisen wir sie für die weitere stationäre, teils auch ambulante Diagnostik und ggf. Behandlung in ein erweitertes Schlaflabor.

Dort wird beispielsweise eine Sauerstoff-Heimtherapie initiert, die eine durchgehend ausreichende Versorgung mit Sauerstoff auch während nächtlicher Atempausen sichert. Die ersten Patienten berichten nach Beginn einer Atemtherapie von einer deutlichen Verbesserung der Schlafqualität. Dies hat darüber hinaus auch positive Auswirkungen auf das kardiovaskuläre Risiko, Schlaganfälle, Herzinfarkte und Herzschwäche können so verhindert werden.

Schlaf gehört zu den wichtigsten biologischen Funktionen des menschlichen Körpers. Der tägliche Schlafbedarf ist individuell unterschiedlich und ändert sich mit dem Lebensalter. Erwachsene benötigen zwischen 4 und 12 Stunden Schlaf. Erholsamer Schlaf ist die Grundlage für Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit am Tag. Nicht erholsamer Schlaf führt zu körperlichen, geistigen, psychischen und sozialen Beeinträchtigungen. Solange Schlaf erholsam ist, also keine Tagesmüdigkeit auftritt, besteht kein Anlass zur Sorge. Ist der Schlaf nicht erholsam, sollte Kontakt mit dem Hausarzt aufgenommen werden. Eine genaue Befragung kann Hinweise auf die Ursache der Schlafstörung liefern.

Geschätzte 2,7 Millionen Menschen in Deutschland nehmen Schlaftabletten, 1 Millionen haben gehäuft nachts Atempausen, 4 Millionen haben unwillkürliche sogenannte periodische Beinbewegungen. Am bekanntesten ist noch die Narkolepsie mit unwillkürlichen Einschlafattacken am Tage.

Besonders bei Atempausen bestehen nicht nur Probleme durch Tagesmüdigkeit, hier ist vor allem der Sekundenschlaf zu nennen, sondern es bestehen auch Gefahren für das Herz- Kreislaufsystem! Eine kürzlich erschienene Untersuchung bei Patienten mit schwergradigem obstruktivem Schlafapnoesyndrom zeigte eine 3-fache Häufung von Herzinfarkten und Schlaganfällen über einen Zeitraum von 12 Jahren. Ein behandlungsbedürftiges obstruktives Schlafapnoesyndrom tritt bei etwa 2% der Frauen und 4% der Männer im Alter zwischen 30 und 60 Jahren auf.

Nutzen Sie diese diagnostische Möglichkeit, wenn sie die beschriebenen Symptomen, wie vermehrtes Schnarchen, unerholsamer Schlaf mit Tagesmüdigkeit aufweisen oder zu den genannten Risikogruppen zählen (Herz-Kreislauf-Erkrankungen, hoher auch nächtlicher Blutdruck). Nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Wir beraten Sie gerne!

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